B. Geilinger, Küsnacht 15.01.2014 11:19:47
Guten Tag, die Sendung ist sehr interessant. Meine Frage an den Experten: Ich nehme Efexor und trinke täglich Alkohol, zuviel. Kann das Demenz fördern? Freundliche Grüsse
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Guten Tag Herr oder Frau Gelliger, ja, - wie Sie ja selbst sagen - ist zuviel Alkohol in vielerlei Hinsicht nicht gut. Am besten wäre es meines Erachtens, wenn Sie diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder ihrere Hausärztin besprechen.
Constantin Meyer, Zürich 15.01.2014 11:24:17
Meine Frage an den Experten: Was meinen Sie: Wann wird Demenz heilbar sein? Wird es das überhaupt jemals sein?
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrter Herr Meyer, ich persönlich bin davon überzeugt, dass es irgendwann möglich sein wird, Demenz zu verhindern. Allerdings braucht es hierfür noch viel Forschung, weil wir die Ursachen und den Weg der Entstehung besser verstehen müssen. Wahrscheinlich ist die hierfür benötigte Zeit eng verknüpft mit den Mitteln, die wir hierfür aufwenden.
Rolf Bosshart, Bolken 15.01.2014 11:26:12
Es ist doch die seit Jahrzehnten schleichende Frage: Wann kippt das Recht auf den eigenen Tod zur Pflicht auf den eigenen Tod. Im Rahmen unserer Spätkapitalismus doch eine schon beantwortete Frage!
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrter Herr Bosshart, es darf NIE soweit kommen, dass der Freitod "zur Pflicht" wird - dies wäre schrecklich!!
Ginette Geiser, Schweiz 15.01.2014 11:32:33
Meine Mutter äussert sich mir gegenüber fast täglich abends, dass sie morgen nach Hause wolle. Sie musste vor 5 Jahren ungewollt ins Altersheim ziehen. Sie bemerkt dann selbst, dass sie ja keine Wohnung mehr habe und sagt dann, sie würde sich umbringen. Im Altersheim gilt sie jedoch als fröhlich und angepasst. Ich stelle mir oft die Frage, ob sie wirklich unglücklich ist oder ob das wie ein Gute Nacht Ritual ist. Oft wenn sie bemerkt, dass sie keine Wohnung hat, wird sie sehr traurig und weint.
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrte Frau Geiser, Sie schildern eine schwierige Situation. Ich nehme an, dass Ihre Mutter nicht mehr in der Lage wäre, für sich selbst zu sorgen und deshalb im Heim ist. Es ist einfach zu hoffen, dass die fröhlichen Momente häufiger sind und werden, als diejenigen, in denen sie unglücklich und traurig ist.
Mike Brönnimann, Zürich 15.01.2014 11:37:33
Guten Tag. Wie ist die Forschungsperspektive für eine Heilung der Krankheit? Ist das ferne Utopie, oder gibt es da Durchbrüche?
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrter Herr Brönnimann, leider ist es nicht möglich, Zeitangaben zu machen. Wie bereits oben erwähnt, ist diese Zeit sicher abhängig von den eingesetzten Forschungsmitteln.
Ursula T.,, Wichtrach 15.01.2014 11:41:50
Ab wann gilt jemand als nciht zurechnungsfähig?
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrte Frau Ursula T., die Urteilsfähigkeit ist immer in Bezug auf eine entsprechende Situation (juristisch = ein Geschäft) zu verstehnen. Sie ist also relativ und muss jeweils neu beurteilt werden.
Else Gubler, Luzern 15.01.2014 11:50:14
Ich habe mal gehört, das man demente Menschen in Altersheime in fiktive Zugabteile setzt und dann im "Fenster" ein Landschaftsvideo laufen lässt, das ihnen eine Zugfahrt suggeriert. Ich finde das ehrlich gesagt echt daneben - da "verseckelt" man die armen Alten doch nur!
Prof. Dr. phil. Andreas Monsch
Sehr geehrte Frau Gubler, so wie ich es verstehen möchte, versucht man nicht unbedingt, die Menschen mit Demenz zu betrügen. Die Idee ist es, eine Situation zu schaffen, in wlecher sich die Menschen mit Demenz an Zugfahrten erinnert werden und sich dabei wohl fühlen. Irgendwie erinnert mich dies auch an Videospiele. Aber Sie haben recht, man muss sehr genau aufpassen, dass dieses Ziel wirklich errreicht wird und diese Idee ist sicher nicht für alle geeignet.