Moderator
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N. B. 06.01.2014 21:22:02
Guten Abend. Ich (m) bin 19 Jahre alt. Als ich circa 15 Jahre alt war, bekam ich bei einem Fussballspiel den Ball ziemlich heftig zwischen die Beine. Nach andauernden Schmerzen ging ich zum Urologen --> alles in Ordnung (nach Ultraschall) - nach weiteren 2 Wochen keine Schmerzen mehr. Jedoch leide ich (möglicherweise seit damals) an leichter Inkontinenz.Nach dem urinieren einige Tropfen in der Unterwäsche und am morgen im Pyjama. Könnte das an dem Vorfall liegen oder was könnte die Ursache sein?
André Reitz
Guten Abend, ein unfreiwilliger Harnverlust in ihrem Alter ist sehr ungewöhnlich, insbesondere nach einem Unfall. Sicherlich ist eine weitere Abklärung erforderlich. Auch die bereits gemachte Basisabklärung keinen krankhaften Befund erbrachte, heisst nicht, dass nicht eine Funktionsstörung der Blase und/oder des Beckenbodens/Schliessmuskels vorliegt. Ich rate zu einer weitergehenden Abkärung.
R. G. 06.01.2014 21:26:38
Guten Abend. Ich bin zwar erst 27 Jahre alt aber auch ich habe nach dem Urinieren manchmal ein Nachtröpfeln.. Ist das NOrmal?
André Reitz
Das Nachträufeln von Harn in ihrem Alter ist sehr ungewöhnlich und kann auf eine unvollständige Blasenentleerung oder einen nicht vollständig schliessenden Harnröhrenschliessmuskel hinweisen. Ihr Urologe kann diese Körperfunktionen einfach und unkompliziert prüfen.
T. F. 06.01.2014 21:28:08
Nach normalem Harnlassen auf der Toilette, kommen nach dem Aufstehen noch einige Tropfen nach. Auf dem Pissoir jedoch geschieht das nicht. Sollte ich mir nun sorgen machen oder geht das unter normal, wobei jeder Tropfen zuviell sei...
André Reitz
Das Nachträufeln von Harn ist nicht normal, siehe vorhergehende Frage.
I. T. 06.01.2014 21:31:21
Ich war kürzlich beim Urologen. Dieser hat meine Prostata kontrolliert und auch eine Blasenspiegelung gemacht. Er sagte, dass alles im Ordnung sei. Trotzdem leide ich unter den Beschwerden im Harnbereich (Schmerzen beim Einleiten des Wasserlösens, schwacher Harnstrahl, ab und zu sehr starker und plötzlicher Harndrang (fast Notfall). Ich muss pro Tag 10-15 mal die Toilette aufsuchen (nachts 2-4 mal).Wie soll ich meine Beschwerden bekämpfen? Ich habe Hemmungen erneut zum Urologen zu gehen, denn i
André Reitz
Auch eine wenig vergrösserte Prostata kann Beschwerden bereiten, wie etwa das häufige nächtliche Wasserlassen oder ein häufiger und plötzlicher Harndrang. Ihre Beschwerden sollten ernst genommen und angemessen abgeklärt werden, ich rate zu einer Zweitmeinung bei einem Urologen.
M. P. 06.01.2014 21:37:34
Guten Abend. Hatte zwischen August 2013 und Oktober 2013 Radiotherapie an der Prostata mit einsatz von Spaceor Gel. Die Einstiche für den Gel und die Goldmarker waren danach entzündet. Ich spüre immernoch wie ein Fremdkörper oder Druck zwischen den Beinen an der linken Seite am Perimeum und das Ganze scheint mir innerlich immernoch geschwollen nach fast 3 Monate. Kann nur mit Schwierigkeiten sitzen. Beschwerde im Rektum scheinen mit jetzt grösser als nah der Bestrahlung. Was meinen Sie? Danke
André Reitz
Irritationen in Blase und Darm nach einer Strahlentherapie sind nicht selten, klingen aber in der Regel nach einigen Wochen oder wenigen Monaten wieder ab. Falls nicht, so ist nach sechs Monaten eine weitergehende Abklärung anzuraten. Bis dahin können schmerzstillende und/oder entzündungshemmende Medikamente helfen.
u. t. 06.01.2014 21:38:05
guten abend ich bin 59 hatte vor einem jahr einen mittleren herzinfakt. daher muss ich verscheiden dedikamente nehmen unter anderem brilique. seither habe ich festgestellt, dass ich mehrmals auf die toilette muss zum urin lösen. ich habe keine blasenbeschwerden. denken sie, dass es sinn macht dies meinem hausarzt zu erwöhnen falls es sich um eine prostata handeln könnte - mein nächster hausartzt termin ist in einer woche zu erwähnen ? danke
Hansjörg Danuser
Wahrscheinlich haben sie ein harntreibendes Medikament erhalten. Ich würde das auf jeden Fall mit dem Hausarzt besprechen, er kann ihnen gezielter Auskunft geben und auch netscheiden ob man weiter abklären soll
H. W. 06.01.2014 21:40:06
wenn ich nach dem Wasserlösen manchmal ein Nachtröpfeln habe, 1-3 Tropfen, ist das ein Problem mit der Prostata?
André Reitz
Zum Thema Nachträufeln siehe oben, eine urologische Basisabklärung ist ratsam.
R. D. S. 06.01.2014 21:41:14
Sehr geehrte Doktoren, ich hatte vor Jahren mal einen Tropfen Blut im Urin, war aber dann alles ok mit dem Urin etc. hatte mir Sorgen gemacht, nun hatte ich es nochmals am 01. Januar. Ich habe keine Schmerzen und wie gesagt das erstemal liegt ca. 6-7 Jahren auseinander. Habe das Gefühl muss oft Wasserlassen aber selten über Nacht. Beim Sex habe ich keinerlei Probleme. Ich brauche einfach zum Teil lange bis ich mit dem Urinieren beginnen kann. Muss ich mir da Sorgen machen? Lg R. Di Staulo
Hansjörg Danuser
Generell gilt schon, dass Blut im Urin abgeklärt werden soll und auch wenn sie noch relativ jung sind und die Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Erkrankung gering ist, so muss ich Ihnen trotzdem empfehlen eine Abklärung vornehmen zu lassen
K. M. 06.01.2014 21:44:01
Guten Abend, Mein Vater hatte 2011 eine Prostata-OP, welche nicht gut verlief. Seitdem ist er auf Windeln angewiesen. Er müsste sich nochmals operieren lassen um diesen Zustand zu verbessern, jedoch ist die Verbesserung nur zu 50% möglich. Was können Sie ihm raten?
André Reitz
Eine Inkontinenz nach Prostataoperation sollte ernst genommen und angemessen abgeklärt und behandelt werden. Je nach Aussmass der Inkontinenz kommen konservative Behandlungen (Medikamente, Beckenbodentraining, Beckenbodenstimulation in Betracht) oder operative Therapieverfahren in Betracht. Diese Verfahren sind mittlerweile sehr ausgereift, einige Verfahren werden hier erklärt: http://kontinenzzentrum.ch/29-0-Operationen.html
H. H. 06.01.2014 21:47:04
Wie heissen die Medikamente die bei Inkontinenz-nach einer Prostataentfernung vor 9 Monaten- eingenommen werden können.
Hansjörg Danuser
Das kommt auf den Inkontinenztyp an. Wenn es eine Dranginkontinenz wäre, wären es die Anticholinergika. Wahrscheinlich ist es aber nach Prostataoperation der schwache Schliessmuskel, diese Medikamente heissen Cymbalta, Tofranil oderGutron. Aber wenns nach 2 Wochen nicht bessert kann man sie wieder absetzen.Am besten untersucht ist Cymbalta morgens 60 mg abends 30 mg
U. F. 06.01.2014 21:47:14
Vor ca. 8 Jahren wurde wegwn Krebs meine Prostata entfernt. Seither leide ich unter einer schwachen Inkontinenz. Lohnt sich da eine weitere Operation (Künstlicher Blasenverschluss)? Was macht man genau? Wie grosse sind die Erfolgsaussichten? Vielen Dank!
André Reitz
Wenn der Harnverlust pro 24h weniger als 100ml beträgt, spricht man von einer leichten Inkontinenz. Hier ist das Beckenbodentraining meist sehr erfolgreich. Führt diese nicht zum gewünschten Erfolg so finden Sie hier die gewünschten Informationen: http://kontinenzzentrum.ch/29-0-Operationen.html
T. Z. 06.01.2014 21:49:51
Gutenabend, ich bin 42j. und habe regelmässig wenig nachtröpfeln, ich nehme seit einigen Wochen Prostagutt uno, aber nehme keine besserung wahr. Sollte ich mal zum Urologen mich untersuchen lassen? Danke
Hansjörg Danuser
Ich meine man sollte zuerst korrekt abklären, bevor man eine medikamentöse Therapie einleitet. Ich würde Urologen aufsuchen.
H. W. 06.01.2014 21:54:44
Guten Abend. 2003 Radikalektomie, seither mittlere Inkontinenz (insbesondere beim Gehen in bestimmtem Tempo oder beim Aufstehen von Stuhl etc.). Uebliche Massnahmen erfolglos. Mein (erfahrener) Urologe ist skeptisch bezüglich Schlinge, habe bisher damit eher mässigen Erfolg gehabt. Haben sich Erfahrungen und Erfolgsquote inzwischen verbessert oder wie sieht es diesbezüglich beim künstlichen Schliessmuskel aus? Besten Dank.
André Reitz
Zwischen der Schlinge (als nicht adjustierbares Verfahren) und der (relative aufwendigen) hydraulischen Schliessmuskelprothese gibt es mittlerweile einige elegante und auch nach Implantation noch adjustierbare Prothesenmodelle wie das ProACT System http://kontinenzzentrum.ch/62-0-ProAct-Schliessmuskelprothese.html oder die ATOMS Prothese http://kontinenzzentrum.ch/63-0-ATOMS-Schliessmuskelprothese.html
U. S. 06.01.2014 21:55:07
ich bin 36 Jahre alt. Seid längerem stört mich immer mehr dass es nach dem Wasserlassen vermehrt zum nachtröpfeln kommt. Habe nach dem Harnlassen das Gefühl das nicht alles schön geleert ist, so dass ich wenig später nochmals zur Toilette gehe wo dann auch meistens wieder etwas nachkommt.
Hansjörg Danuser
Sie sind relativ jung für eine Prostatavergrösserung, aber es könnte sich auch um einen engen Blasenhals handeln. Ihre Schilderung tönt nach Restwasser nach dem Urinieren, (zweimaliges Ansetzen zum Lösen und Nachträufeln). Dies sollte abgeklärt werden. Würde den Urologen aufsuchen
Moderator
Es erreichen uns sehr viele Fragen. Die Experten arbeiten mit Hochdruck an der Beantwortung - danke für Ihr Verständnis und etwas Geduld...
H. R. 06.01.2014 22:01:23
Guten Abend, ich habe folgende Frage: ich gehe jeden Abend vor dem zu Bett gehen Wasser lösen. Ca. 2 später erwache ich wieder weil ich einen kleinen Druck habe. Nicht so stark als dass ich sofort wieder lassen müsste aber zum nicht mehr einschlafen reicht dieser Druck. Nach dem erneuten Wasserlösen kann ich meistens wieder einschlafen und diesmal für ca. 3-4 Stunden. Wie kannich dies beheben? Vielen dank für Ihre Rückmeldung mfG
André Reitz
Vermehrter nächtlicher Harndrang kann auf einen beginnenden Prostatavergrösserung hinweisen. Eine urologische Basisabklärung kann einen unvollständige Blasenentleerung oder eine Harnwegsinfektion ausschliessen. Vorerst kann die Anpassung der Trinkmenge in den Abenstunden hilfreich sein.
B. Z. 06.01.2014 22:04:38
Guten Tag, mein Mann (52) hat nach einer 3 wöchigen Ciprofloxacin-Kur keine Besserung bemerkt. Nach einer Ultraschall und Urinuntersuchung hat man einen Harnwegsinfekt resp. Prostatitis vermutet. Er "leidet" schon das ganze Leben lang an häufigem Harndrang. Soll er nun weitere Untersuchungen machen lassen? urodynamische Untersuchungen wurden angeboten?
André Reitz
Bei einer so langen Leidensgeschichte ist eine urodynamische Abkärung sicher sinnvoll, Details zur Untersuchung und Abklärung finden Sie hier: http://kontinenzzentrum.ch/10-0-Untersuchungen.html
M. W. 06.01.2014 22:09:10
Ich war schon mehrmals bei Urologen, Ultraschall, Trichtermessung, Blasenspiegelung etc. alles in Ordnung. Mein Problem habe ich in der Nacht. Ich gehe um 22:00 Uhr ins Bett, ca. 03:00 Uhr 1.mal Wasser lösen, habe einen sehr grossen fast schmerzhaften Druck. Kann vielleicht 1 dl Wasser lösen. Nach 1 Std. wieder der genau gleiche schmerzhafte Druck auf der Blase, gehe aufs WC, kann nur noch wenige ml Wasser lösen und dauert 10 Minuten, 1 Std. später das selbe von vorne.
Hansjörg Danuser
Ihre Situation trifft man immer wieder an, obwohl man nicht weiss, weshalb sich die Symptomatik auf die Nacht konzentriert. Ich würde als erstes mal versuchen mit einem blasenberuhigendem Medikament abends die Symptomatik in den Griff zu bekommen. Wenn alles in Ordnung sein soll, dann wird es schwierig. Was man sagen muss, nächtliches Urinieren kann auch andere Gründe haben als eine Prostataproblematik. Es kann auch Ausdruck einer Herzinsuffizienz sein. Sie sollten noch den Hausarzt konsultieren, er kann dann die verschiedenen Medikamente einsetzen, auch wenn urologisch alles in Ordnung ist, hilft ev. das eine odere andere Medikamente, es bleibt auszuprobieren?!
K. R. 06.01.2014 22:12:30
Guten Abend. Mein Mann hatte vor ein paar Jahren eine Prostata-OP. Seither ist er zunehmend Inkontinent. Er hat zudem seit ca. 2 Jahren immer wieder Blasenentzündungen. Der Arzt geht davon aus, dass er sich immer wieder ansteckt, weil er Einlagen und Pants trägt. Vor ca. 2 Monaten wurde bei ihm ein "Blasenband" eingesetzt, dass die Inkontinenz verbessern sollte oder sogar ganz verhindern. Diese OP hat überhaupt keinen Erfolg gebracht, er "rinnt" eher mehr als weniger. Warum das ?? Danke
André Reitz
Eine Harninkontinenz ist ein Risikofaktor für das Auftreten von Blaseninfekten. Wird die Inkontinenz behoben, gehen die Infekte von allein zurück. Eine Schlinge hat leider nicht in allen Fällen Erfolg, manchmal nimmt die Inkontinenz auch zu. Nach Versagen einer operativen Therapie sollte nochmals eine vollständige Abklärung einschliesslich einer Blasendruckmessung erfolgen, um die Erfolgschance weitergehender Behandlungen zum Beispiel einer ATOMS Prothese oder einer AMS 800 Prothese zu beurteilen. Details zu den Verfahren finden sie hier:http://kontinenzzentrum.ch/29-0-Operationen.html
H. H. 06.01.2014 22:12:57
Warum tröpfelt es beim Sitzpinkeln nach und beim Stehen nicht?
Hansjörg Danuser
Kann ich Ihnen nicht schlüssig beantworten. Eine Möglichkeit ist, dass der Urin beim Urinieren im Sitzen in der Harnröhre liegenbleibt und das im Stehen nicht passiert. Würde mal versuchen die Harnröhre vom Damm her nach dem sitzenden Urinieren auszustreichen, wenns dann nicht mehr passiert ist meine Hypothese korrekt. Auf jeden Fall ist es harmlos und ich würde dann halt nur noch im Stehen Urinieren
H. H. 06.01.2014 22:14:44
Wenn die Blase schon etwas voll ist und ich von der Kälte rein an die Wärme komme kann ich den Harn auf den letzten metern, oder auch erst beim Absitzen nicht mehr halten und alles läuft aus. auch die versuche es abzustellen fruchten meist nichts. Es kann aber auch mal so aus heiterem Himmel passieren, wenn ich aus dem Auto aussteige um zu biseln.
Hansjörg Danuser
Sehr unangenehme Situation, aber typisch wie sie bei Prostatavergrösserung vorkommen kann. Würde zum Urologen gehen um das abzuklären.
T. B. 06.01.2014 22:15:32
ich (45) habe nach sportlicher Aktivität immer ein " Nachtröpfeln", das ist sehr lästig. Können sie mir einen Rat geben? Danke im Voraus
André Reitz
Eine urologische Basisabklärung ist sinnvoll, dazu gehören Ultraschall und Urintest. Wenn alles unauffällig ist, kann ein Beckenbodentraining hilfreich sein.
f. l. 06.01.2014 22:18:59
Ist es BHP immer noch fuer die Urologie eine harte Nuss zu knacken? Wie weit ist die aktuelle Forschung betr. Inkontinenz, wachstumsstopp der Prostata und hat man eindeutige relevante Resultate. WELCHE?
Hansjörg Danuser
Zu viele Fragen auf einmal, die leider in diesem Chat nicht beantwortet werden können. Aber kurz zusammengefasst ist die BPH keine harte Nuss, sondern seit Jahrzehnten behandelbar. Resultate sind sehr gut bekannt. Sind sie betroffen wird der Urologe sie aufklären können.
f. l. 06.01.2014 22:19:50
Warum kann man keine Blasen-oder Prostatatransplantation durchfuehren? Aktuelle Forschungsergebnisse?
Hansjörg Danuser
Weil dies keine sinnvolle strategie ist
M. N. 06.01.2014 22:20:06
Habe immer noch leicht überhöhte Blutwerte im Urin.War auch schon beim Urologen,der sagte es komme vom Rücken (Habe öfters Bandscheibenprobleme) Bei Rückenschmerzen habe ich dann vermehrt Blasen und Darmprobleme.
André Reitz
Eine Blutbeimengung im Urin muss sorgfältig abgeklärt werden, so sollte eine Blasenspiegelung durchgeführt werden. Rückenprobleme können durch Druck auf Nervenbahnen Blasen- und Darmstörungen hervorrufen. Hier ist eine urodyanmischen Untersuchung sinnvoll: http://kontinenzzentrum.ch/44-0-Urodynamische-Untersuchung.html
M. K. 06.01.2014 22:23:33
Guten Abend Ich litt längere Zeit an Inkontinenz und habe deshalb einen Urologen aufgesucht. Dieser hat eine Vergrösserung der Prostata diagnostiziert und mir das Medi Duodart 0,5 mg verschrieben. Die Einnahme hat zu einer wesentlichen Verbesserung des Problems geführt. Meine Frage: Bewirkt die Einnahme dieses Medikaments tatsächlich eine Schrumpfung der Prostata und kann es über längere Zeit ohne Nebenwirkungen eingenommen werden.
André Reitz
Das Medikament Duodart enthält zwei Wirkstoffe, das rasch wirkende Tamsulosin und das verzögert wirkende Dutasterid. Letzteres kann nach drei bis sechs Monaten eine Reduktion des Prostatavolumens um bis zu 30% bewirken. Das Medikament ist auch auf längere Sicht gut verträglich, seine Wirkung sollte aber regelmässig überprüft werden.
A. H. 06.01.2014 22:25:36
Mein Mann ist seit ca. 6 Monaten an der Dyalise und noch immer kann er Urin lösen, was eigentlich so wie es ihm gesagt wurde versiegen soll. Nun hat er aber oft schmerzen beim Wasserlösen und verliert spontan Urin. Schon zweimal wurde er mit Augmentin behandelt 2x tgl. 1 gr. zusätzlich hatte er Fieber. Was könnte er seinen Arzt fragen.Besten Dank für Ihre Antwort.
Hansjörg Danuser
Urinproduktion trotz Dialyse möglich, aber der Urin ist nicht konzentriert, d.h. "minderwertig". Fieber, Schmerzen und ungewollte Urinverluste tönen nach Entzündung der Prostata. Dies sollte unbedingt vom Urologen abgeklärt werden.
Moderator
Der Fragenberg ist immer noch enorm. Die Experten tun ihr Möglichstes...
G. Z. 06.01.2014 22:28:41
Verliere wenig Urin. Nehme ein kleiner Wattenbausch und versorge diesen unter die Vorhaut. Empfehlen Sie, den Hausarzt den Hausarzt hierüber zu informieren?
Hansjörg Danuser
Diese Art der Selbstbehandlung höre ich zum ersten mal. Wenn sie damit zufrieden sind, super. Zweifle aber daran, dass dies bei mehr als einigen wenigen Tropfen Urinverlust noch befriedigend hilftjQuery1810007668805698777259_1389040422386!!
K. M. 06.01.2014 22:29:26
Hr. Dr. Reitz, ich habe die Internet-Seite gelesen und mit meinem Vater gesprochen, genau dieses Fremdkörper hat man ihm im Inselspital (kurz nach der misslungenen OP) geraten, jedoch sei eine Verbesserung nur zu 50% möglich. Mein Vater muss hart körperich arbeiten und will keine 3. OP vornehmen. Er hat schon vieles probiert, jedoch verhilft es nicht und er ist schwer inkontinent.... Können Sie ihm grundsätzlich etwas anraten?
André Reitz
Die Schliessmuskelprothesen haben deutlich höhere Erfolgsraten als 50%, die (aufwendigste) Methode (der AMS 800 Schliessmuskel) hat Erfolgsraten über 90%. Eine ausführliche Abklärung macht Sinn, um ein geeignetes Verfahren auswählen zu können.
T. H. 06.01.2014 22:32:33
Ich (60 J. alt) muss in der Nacht immer aufstehen, weil ich Drang habe. Dann kann ich aber nur wenig pinkeln und zwar sehr langsam. Hat das etwas mit einer beginnenden Inkonstinent oder allenfalls mit der Prostata zu tun ? Überhaupt ist mein Pinkeln sehr unterschiedlich, einmal normal dann kann teilweise fast nicht. Soll ich einen Spezialisten aufsuchen ?
M. C. 06.01.2014 22:32:34
Guten Abend, bin 65 J, vor zirka 10 J das letzte mal beim Arzt für u.a. Prostata Kontrolle. Ich stelle nun seit kurzem fest, dass zeitweise das Harnlösen plötzlich auftritt und ich so schnell wie möglich Wasser lösen muss. Habe das Lösen aber noch unter Kontrolle, Inkontinenz stelle ich nicht fest. Soll ich direkt zu einem Urologen oder genügt der Hausarzt?
Hansjörg Danuser
Wie bereits tel besprochen dürfte es sich schon um eine beginnende Prostatavergrösserung handeln. Wenn Du damit leben kannst und die Abklärung erfolgt ist, würde ich im Moment nichts unternehmen. Wenns schlechter wird oder Leidensdruck auftritt würde ich wieder den Urologen aufsuchen.
André Reitz
Eine Basisabklärung kann der Hausarzt durchführen, hilft eine medimentöse Therapie nicht, so sind weitergehenden Abklärungen bei einem Urologien sinnvoll.
A. B. 06.01.2014 22:33:42
Guten Abend, wenn ich im Sitzen Wasser lasse habe ich immer ein nachtröpfeln, im stehen ist alles normal. Gibt es da eine Erklärung?
Hansjörg Danuser
Vgl oben. Gleiche Frage bereits beantwortet
O. B. 06.01.2014 22:35:14
Ich bin 76 Jahre alt. Manchmal kann ich (bei subjektiv beurteiltem) gleichem Trinkverhalten 6-8 Stunden ohne Wasserlösen sein, dann gibt es wieder Perioden, wo ich "alle 1/4-Stunden" muss. Warum? Vielen Dank!
André Reitz
Die Trinkmenge entspricht nicht immer der Harnmenge, im Sommer sind Sie durch Schwitzen ausgetrocknet und das durch Trinken aufgenommene Flüssigkeitsvolumen wird für die Flüssigkeitdepots des Körpers verwendet. Ist der Körper jedoch gut mit Wasser versorgt, wird in kürzerer Zeit viel Harn produziert. Messen Sie doch mal für einige Tage die Trink- und Harnmengen.
U. G. 06.01.2014 22:40:05
Ich habe eine Frage zur Blasenspiegelung. Kann dieser Eingriff nun ch hatte vor Jahren einen Blasentumor undauch unter leichter Narkose wie zum Beispiel bei einer Darm- oder Magenspiegelung durchgeführt werden. (Ich hatte vor Jahren einen Blasentumor und musste deshalb anschliessend zur Kontrolle einige Blasenspiegelungen über mich ergehen lassen, die immer sehr unangenehm und auch schmerzhaft waren. Herzliche Grüsse
Hansjörg Danuser
Diese Untersuchung kann in 99.9% in lokalanästhesie durchgeführt werden und nur in Ausnahmefällen macht man auf Wunsch des Patienten eine Narkose, die auch ein Risiko beinhaltet. Mit den heutigen flexiblen Instrumenten ist die Untersuchung weniger unangenehm als mit den früheren starren Instrumenten.
R. G. 06.01.2014 22:41:58
Habe öfters einen starken Harndrang kann dann aber trotzdem nur mässig Wasser lassen , meistens dann nach einigen Minuten schon wieder aufs WC , trotzdem auch dann wieder mal einen starken Strahl, wenn ich nicht sofort ein WC aufsuchen kann geht dann etwas in die Hose, mein Urologe sagt dass das nicht ein Problem meiner Prostata sei, sondern eine Reizblase, welche Massnahme raten Sie mir ? Besten Dank
André Reitz
Die Symptome der Reizblase sind plötzlicher und starker Harndrang, eine kurze Vorwarnzeit und häufiges Wasserlassen am Tag und in der Nacht. Hier können ein Beckenbodentraining, spezifische Medikamente, eine Botoxinjektion (http://kontinenzzentrum.ch/59-0-Injektion-von-Botulinumtoxin.htm) in die Blase oder die sakralen Neuromodulation (http://kontinenzzentrum.ch/30-0-Neurostimulation.html) helfen.
H. B. 06.01.2014 22:42:02
nach der Prostata kleinen Op. vor ca. 2Jahren hat sich der harnstrahl verschlechtert und ist nun wieder oft mit Unterbruch sowie habe ich hie und da ein kleiner Topfen blutähnlicher Abdruck auf der Slipeinlage ist das ein Zeichrn von von Prostatakrebs?
Hansjörg Danuser
Kann ich aus der Distanz nicht sagen. Auf Grund der Symptomatik die sie schildern, empfehle ich aber eine urologische Abklärung.
B. M. 06.01.2014 22:46:37
Nach grosser Prostataop. brauche ich trotz Beckbodentraining mind. eine Einlage Tena 2 pro Tag. In der Nacht kein Problem beim Liegen. Am Tag bei grosser Bewegung fliesst der Urin am meisten. Welche Möglichkeiten gibt es zur Abhilfe? Vielen Dank
André Reitz
Kann ein intensives Beckenbodentraining in den ersten 12 Monaten nach der Prostataoperation den unfreiwilligen Harnverlust nicht kontrollieren, so kommen verschiedene operativer Verfahren in Betracht, eine Auswahl von Verfahren finden Sie hier: http://kontinenzzentrum.ch/29-0-Operationen.html Bei leichter bis mittlerer Inkontinenz kommen die Harnröhrenbänder, das ProACT und das ATOMS System in Betracht.
B. R. 06.01.2014 22:46:42
Mein Vater ist 85 Jahre alt. Vor ca. 10 Jahren wurde bei ihm die "kleine" Prostataoperation erfolgreich durchgeführt. Jetzt beginnen die Probleme wieder und er braucht wieder Einlagen, Kann es sein, dass sich die Prostata wieder vergrössert?
Hansjörg Danuser
Schwierig zu sagen aus der Distanz. Ungeachtet des Alters würde ich aber bei diesen Symptomen die neu sind den Urologen nochmals aufsuchen. Es kann sein, dass Gewebe nachgewachsen ist, oder dass es sich um eine Vernarbung handelt, oder es handelt sich um eine andere UrsachejQuery1810007668805698777259_1389040422386?
E. H. 06.01.2014 22:46:54
Guten Abend. Ich bin 48J. und hatte vor 7Jahren das 1.mal eine Prostata-Entzündung. Vor 3 Wochen bekam ich Fieber und Schüttelfrost, brennen beim Wasserlösen. Der Hausarzt hat Blut im Urin festgestellt, Ueberweisung zum Urologen wegen Vorgeschichte.Es wurde wieder eine Prostata-Entzündung festgestellt,Behandlung mit Antibiotika.Er hat geraten, die Prostata zu entfernen,ist das nötig und was bringt das für Konsequenzen? Habe zuerst eine Gewebeentnahme gewünscht zur Abklärung(28.1.14) Vielen Dank
Hansjörg Danuser
Was sie schildern kann zu einer chronischen Prostataentzündung mit akutem Aufflackern passen. die chronische Entzündung kann mit der Operation nicht verbessert werden, aber vielleicht hat der Urologe Befunde, welche eine Opetration rechtfertigen. Weshalb haben sie eine Gewebeentnahme verlangtjQuery1810007668805698777259_1389040422386? Würde die situation nochmals mit dem Urologen besprechen, er muss ihnen ja erklären können, was und weshalb das Eine oder andere sinnvoll ist.
B. B. 06.01.2014 22:48:37
Ich habe das Medikament Duodart bisher abgelehnt, weil es nach Berichten zu einer verminderten Libido bzw. zu Impotenz führen kann. Sind die Bedenken berechtigt?
André Reitz
Duodart kann zu einer vermindeten Libido und Potenz führen, dies ist jedoch nicht bei allen Männern gleich ausgeprägt. Ein Versuch lohnt.
R. S. 06.01.2014 22:49:20
Macht es Sinn bei einem Tröpfelproblem zuerst zum Hausarzt zu gehen (auch wegen der Krankenkassenproblematik), oder schickt mich der sowieso zum Urologen?
Hansjörg Danuser
Wenn sie das suffizient abgeklärt haben wollen, dann würde ich den Urologen aufsuchen, da es bei "Tröpfeln" Ursachen gibt, die der Hausarzt nicht abklären bzw. auschliessen kann.
B. B. 06.01.2014 22:51:11
Guten Tag,ich leide seit vielen Jahren an einer Prostatavergrößerung die medikamentös behandelt wird. Das Medikament ist Tamsulosin. Seit längerer Zeit habe ich nun erhebliche Probleme mit ungewolltem Wasser lassen. Meinen Urologen habe ich schon mehrmals auf das Problem angesprochen; ohne einen Rat zur Besserung meines Problems zu erhalten. Gibt es noch eine medikamente Lösung?
André Reitz
Sind die irritativen Beschwerden durch das Tamsulosin allein nicht ausreichend zu kontrollieren, so können zusätzlich dämpfende Medikamente für die Blase probiert werden, moderne Präparate sind Vesicare, Toviaz oder Emselex. Fragen Sie doch ihren Urologen nach dieser Option.
f. l. 06.01.2014 22:51:37
Wo werden die wichtigsten Forschungsergebnisse betr. BHP ODER MHP publiziert und welche Unis sind federfuehrendvauf dem Gebiet?
Hansjörg Danuser
Publikationen in den guten urologischen Fachzeitschriften. Geforscht wird auf diesem Thema rund um die Welt und man kann hier keine spezielle Uni hervorheben.
B. U. 06.01.2014 22:53:57
Wie ist das wenn man beim Urin mit Blut löst.Könnte das mit den Nieren zusammen hängen.
André Reitz
Blutbeimeingungen im Harn müssen in jedem Falle abgeklärt werden, um einen Blasentumor auszuschliessen sollte eine Spiegelung durchgeführt werden. Ferner sollten auch Nieren und Harnleiter angeschaut werden.
R. D. 06.01.2014 22:55:28
Guten Abend, bin 66 (m), habe eine Reizblase, also plötzlicher Harndrang, der kaum zurückgehalten werden kann, brauche also Einlagen, meine 2 Beobachtungen: a) Harnflussmenge sehr unterschiedlich, warum? b) pressen ohne Wirkung, Harnflussmenge immer gleich, warum?
Hansjörg Danuser
Diese Symptomatik verlangt nach einer urologischen Abklärung. Es könnte zu einer gutartigen Prostatvergrösserung passen, aber es hat keinen Sinn zu spekulieren, man muss gewisse Untersuchungen durchführen.
I. T. 06.01.2014 22:57:05
Gibt es auch erfolgreiche naturheilkundliche Behandlung bei Inkontinez?
André Reitz
Pflanzliche Medikamente werden in der Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung (Sägepalme, Kürbiskern) der Reizblase (Brennesselwurzel) und in der Vermeidung von Blaseninfekten (Kapuzinerkresse, Cranberry, Merretichwurzel) eingesetzt.
C. G. 06.01.2014 22:58:25
Ich habe oft einen starken Harndrang kurz vor erreichen der Wohnung, sodass ich einige Tropfen Harn verlieren kann. Kommt jedoch etwas dazwischen das mich stark ablenkt, ist der Harndrang plötzlich vorbei und ich kann ruhig später aufs WC. Ich sehe da vorallenm auch ein psychisches Problem. Kennen sie dies?
Hansjörg Danuser
Typische Reizblasensymptomatik, kann zu einer Prostatavergrösserung passen. Hat mit Psyche nichts zu tun, aber wenn sie dran denken kommt der Harndrang!!! Würde ich abklären lassen beim Urologen
a. r. 06.01.2014 23:00:32
guten abend, kann die prostata wieder nachwachsen? habe vor einigen jahren operiert alles war gut, jetzt muss ich wieder vermehrt nachts aufstehn was etwas mühsam ist, der arzt hat mir ein medikament verschrieben womit es einwenig besser geht
André Reitz
Prinzipiell kann die Prostata nachwachsen, aber eher nach Jahrzehnten als nach Jahren. In ihrem Fall würde ich eine Spiegelung der Blase zum Ausschluss einer Blasenhalsenge oder Vernarbung der Harnröhre vorschlagen.
K. R. 06.01.2014 23:00:48
Guten Abend, ich bin knapp 72 Jahre, habe seit mehreren Jahren eine Prostatavergrösserung und PSA zwischen 5 -7. Seit ca. 1 Jahr muss ich Cortison nehmen und seit ca. 2,5 Monaten Bretaris Genuair 322µg wegen COPD. Seit einiger Zeit kann ich oft den Urin einfach nicht zurück halten wenn ich nicht innerhalb weniger Minuten eine Toilette finde. Könnte das an den genannten Medikamenten liegen bzw. was würden Sie vorschlagen. Vielen Dank im voraus.
Hansjörg Danuser
Hat eher mit einer Zunahme der Prostatavergrösserung , resp. mit einer Verschlechterung der Symptome zu tun und nicht mit den Medikamenten. Würde für eine Kontrolle den Urologen aufsuchen.
Moderator
Der Live-Chat zum Thema Blasenschwäche beim Mann ist beendet. Leider konnten in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht alle Fragen beantwortet werden. Prüfen Sie das Chat-Protokoll oder finden Sie hier weitere Informationen: http://www.srf.ch/gesundheit/koerper/hilfe-gegen-das-troepfeln
B. B. 06.01.2014 23:02:40
Führt das Medikament Duodart nicht unweigerlich zu einer verminderten Libido und eventuell zu Impotenz?
Hansjörg Danuser
Duodart resp. die Komponente Avodart vom Duodart. kann die Libido und sekundär auch die Erektionsfähigkeit negativ beeinflussen, muss aber nicht